Heeselicht
Unser Herzensprojekt im Polenztal
Im Jahr 1965 wurden im malerischen Polenztal bei Heeselicht Szenen des DEFA-Films „Die Söhne der großen Bärin“ gedreht. Viele Einheimische erinnern sich noch heute daran, wie aufregend diese Zeit war. Unser Vater erzählte uns oft, wie er damals mit seinen Freunden die Schule schwänzte, um den berühmten Schauspieler Gojko Mitić in seiner Rolle als Tokei-ihto mit seiner eindrucksvollen Federpracht zu sehen.
60 Jahre später – hat Gojko Mitić seinen 85. Geburtstag gefeiert. Dieses besondere Jubiläum war für uns der Anlass, diese schöne Erinnerung lebendig zu halten und ein Stück Filmgeschichte dauerhaft in Heeselicht zu würdigen.
Aus einer spontanen Idee entwickelte sich schnell ein echtes Herzensprojekt. Nachdem wir Herrn Hähnchen von der Spielgemeinschaft „Gojko Mitić“ in Bischofswerda kontaktiert hatten, nahm alles rasch Gestalt an. Dank seiner Unterstützung konnten wir den Kontakt zu Gojko Mitić und seiner Lebensgefährtin Judith herstellen – beide zeigten sich von der Idee begeistert.
Kurz darauf kam es zu einem ersten Treffen in Heeselicht. Das Landhotel Zum Erbgericht Heeselicht half uns dabei tatkräftig, das Treffen zu organisieren und abzurunden. Über Herrn Mitić lernten wir auch Holzkünstler Andreas Martin aus Blockhausen – bekannt als „Der Sauensäger“ – kennen, der uns sofort seine Unterstützung zusagte. Gemeinsam entstand der Gedanke, am Original-Drehort eine Holzfigur – eine Bärin – aufzustellen, als Symbol für die im Film da lebende „Bärenbande“.
Der ungarische Künstler Norbert Varga wurde von Herrn Martin beauftragt und schuf daraufhin aus einem massiven Eichenstamm ein beeindruckendes Kunstwerk: unsere Holzbärin, die bereits fertiggestellt und vor dem Landhotel in Heeselicht zu bewundern ist und im malerischen Polenztal am original Drehort später ihren Platz finden soll.
Am 30. August 2025 trafen wir uns mit den Bürgermeistern der Städte Stolpen Herrn Hirdina und aus Hohnstein Herrn Brade, mit Herrn Hähnchen, Herrn Martin, Herrn Varga sowie Mitgliedern des Ortschaftsrates Heeselicht und dem Orgateam, um das Projekt offiziell zu besprechen und die nächsten Schritte zu planen. Dabei wurden zwei zentrale Vorhaben beschlossen:
- Eine Sandsteinstatue zu schaffen, welche direkt am Märzenbecher-Rundweg Heeselicht, gestaltet vom Heeselichter Bildhauer Dirk Wachtel, die an die Dreharbeiten von 1965 erinnert und auf den historischen Drehort verweist.
- Die geschnitzte Bärin aus Blockhausen wird auf der nahegelegenen Wiese, am original Drehort, aufgestellt – dort, wo im Film die „Bärenbande“ lebte.
Die feierliche Einweihung ist zur Kirmes in Heeselicht am 26. September 2026 geplant.
Wir freuen uns besonders, dass Gojko Mitić mit seiner Lebensgefährtin Judith persönlich anwesend sein wird und die Veranstaltung unterstützt sowie mit einer Autogrammstunde bereichert.
Nun suchen wir Unterstützerinnen, Unterstützer und Sponsoren, um das Projekt gemeinsam zu verwirklichen. Uns ist bewusst, dass mit der Umsetzung auch finanzielle Herausforderungen verbunden sind. Doch wir sind überzeugt, dass die Begeisterung vieler Filmfreunde, Natur- und Heimatliebhaber sowie die Verbundenheit der Einheimischen dieses Vorhaben tragen werden.
Gemeinsam können wir ein bleibendes Denkmal schaffen – frei zugänglich für alle Menschen, an einem geschichtsträchtigen Ort im Herzen des malerischen Polenztals.
Ein Projekt für unsere Region. Ein Denkmal für unsere Heimat. Eine Erinnerung für alle.
